Offizielle Ausstellungseröffnung von Zora Kreuzer und Thomas Geiger, im Einkaufszentrum Heimersdorf ein Simultan Projekt

Simultan Projekte

04.Mai bis 27.Juli.2019

Offizielle Eröffnung am Samstag 04. Mai 2019

im Einkaufszentrum am Haselnusshof in Köln Heimersdorf

mit Performance zu „Heimersdorf glänzt“ von Thomas Geiger von 17.00 bis 19.00 Uhr

Achtung: Gratis Schuheputzen jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr bis 27.07.2019

Thomas Geigers künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von öffentlichen, privaten sowie institutionellen Räumen, wo er Berührungspunkte mit unterschiedlichen Formen von Öffentlichkeit erzeugt. Performative Formate fungieren als „Bühnen“ für Kollaborationen, Dialoge und Konfrontationen. Für die SimultanProjekte 2019 entwickelt er die Arbeit „Heimersdorf glänzt“ (2019), welche an ein unvollständiges Stadtmöbel oder auch einen Sockel ohne Werk erinnert. Einmal wöchentlich, über die gesamte Laufzeit der SimultanProjekte, wird die Arbeit durch einen Akteur wie auch Passanten und Besucher vervollständigt. Die einfache Handlung des Schuhe putzens lässt immer wieder für einen Moment eine neue Skulptur entstehen.

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Zora Kreuzer, Haselnußhof, Köln-Heimersdorf

„Casino und Shade – installative Setzungen aus Licht und Farbe“

Zora Kreuzers malerische Interventionen stehen in fortwährender Auseinandersetzung zwischen Minimal Art, Konkreter Malerei, angewandter Werbeästhetik und Popkultur. Farbe ist dabei losgelöst von einem spezifischen Material – Acryl, Dispersion, Papier, Pigment, Licht u. a. werden zu Transmittern. Ausgehend von gegebenen architektonischen Situationen entwickelt Kreuzer ihre Malerei die nie nur ein Gegenüber ist. Für die SimultanProjekte nutzt die Künstlerin die Zwischenräume und Lichtquellen des Einkaufszentrums am Haselnusshof. „Casino“ (2019) am Durchgang zur Sparkasse sowie „Shade“ in der Dachkonstruktion zwischen Wettbüro und Parfümerie werden zu flexiblen Bildträgern installativer Setzungen aus Licht und Farbe.

Parallel an der Simultanhalle um 18.00 Uhr mit anschließendem Barbecue

  1. Jubiläum — Zur Geschichte der Simultanhalle

Die Simultanhalle wurde 1979 von den Architekten Busmann und Haberer als Modell- bzw. Probebau für den Neubau des Wallraf–Richartz–Museums und Museum Ludwig auf dem Gelände der ehemaligen katholischen Volksschule in Köln-Volkhoven gebaut. Die von zwei charakteristischen Shed-Dächern überwölbte Halle diente der Erprobung von Bodenbelägen, Wandverkleidungen und der Lichtführung. Auch wenn ursprünglich das temporär angesetzte Gebäude nach dem Abschluss des Bauprojekts im Jahr 1983 wieder abgerissen werden sollte, organisierte Janošková, die zu der Zeit ein Atelier auf demselben Gelände bezogen hatte, folgend Ausstellungen mit Freunden und Atelierkollegen. Ab 1989 übernahm ein regelmäßig wechselndes Kuratorium bestehend die Organisation von Ausstellungen in der Halle. Seitdem haben eine Vielzahl von regionalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler wie Jutta Koether, Kai Althoff oder Walter Dahn in der Halle ausgestellt. Seit 2018 gilt die Simultanhalle als einsturzgefährdet und wurde Anfang des Jahres bis auf Weiteres geschlossen.